Warum f32

F32… Diese Diagnose erhielt ich im April 2014. Hinter dem ICD-Code F32 steckt eine Depression, oder wie es meine Ärztin so schön ausdrückte: Eine Erschöpfungsdepression.

Zugegeben, die Diagnose F32 ist noch nicht zu Ende klassiert. Es wird nach 3 verschiedenen Klassierungen unterschieden. Der Einfachheit halber, und da ich auch kein Mediziner bin, spreche ich hier nur von der Hauptklassierung.

Während meiner Abwesenheit am Arbeitsplatz bekam ich die Möglichkeit, mein Leben neu zu sortieren, gewisse Dinge zu ändern und auch neue Hobbys entdecken. Dabei entdeckte ich den Laufsport für mich.

In den ersten Wochen ging ich raus. Einfach rennen. Egal wohin, egal wie lange, egal wie schnell. Einfach bewegen. Es machte mir viel Spass und ich setzte mir ein Ziel: den London-Marathon.

2 Monate später kehrte ich in den Arbeitsalltag zurück. Das Laufen wurde wieder weniger. Bis mir im Februar 2015 die Waage schonungslos aufzeigte, dass mein Gewicht wieder deutlich zugenommen hat. So fing ich wieder an zu laufen. Nun endlich in regelmässigen Abständen. Ich absolvierte meinen ersten Volkslauf (Kerzerslauf) und im Juni 2015 kam die Bestätigung. Ich darf am London-Marathon 2016 starten.

Jetzt musste intensiver trainiert werden. Aber von Trainigssteuerung, Pulstraining, Intervalltraining habe ich zwar gelesen und gehört. Aber ich hielt mich an das Motto von Forrest Gump: „Ich laufe einfach“.

Im Oktober 2015 unternahm ich dann den ersten Versuch an einem Halbmarathon (Luzern). Ich kam zwar ins Ziel, musste aber feststellen, dass ich mein Ziel nicht erreicht habe. Nun ging es hinter die Bücher.

Das Training wird seit Weihnachten 2015 professioneller geplant. Ich lerne und lernte sehr viel über Trainingssteuerung und welche Trainingsform wann seine Berechtigung hat. Der London-Marathon hat mir dabei immer mental geholfen und macht es auch heute noch. Mit der damaligen gelaufenen Zeit bin ich nicht zufrieden. Unterwegs passierten mir einige Fehler (Anfängerfehler), welche ich mit mehr Erfahrung nicht mehr machen würde. Mit dem London-Marathon habe ich noch eine Rechnung offen. Und bis dahin heisst es, trainieren, trainieren, laufen…

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