Abendlauf Derendingen

Das schöne an Abendläufen? Nach heissen und sonnigen Tagen kühlt das Thermometer ab und die Laufstrecken führen bei angenehmen Temperaturen an Gewässern oder Wäldern statt. Soweit eine Theorie. Der Abendlauf Derendingen hat den Praxistest durchgeführt und man kann mit Fug und Recht behaupten: Durchgefallen!

Um 19 Uhr – zum Start des Hauptrennens – brannte die Sonne weiterhin vom Himmel herab und von angenehmen Lauftemperaturen waren der Derendinger Abendlauf weit entfernt. Selten zuvor habe ich es erlebt, dass alle Startenden sich so spät zur Ziellinie bewegen, nur um möglichst lange am kühlen und schattigen Platz zu bleiben.


So startete ich im Hitzerennen im hinteren Drittel. Meine Taktik sah vor, die ersten 6.5 Kilometer nicht zu überpacen, um danach noch einen Gang zulegen zu können. Aufgrund meiner Einschätzung zur aktuellen Form und zur Hitze rechnete ich mit einer geschätzten Zielankunftszeit zwischen 48 und 49 Minuten.

Die ersten 4 Kilometer konnte ich mit einer Durchschnittspace von 04:42 zurücklegen. Ich fühlte mich gut und war zufrieden, als mir nach 5 Kilometer eine Zwischenzeit von 23:46 angegeben worden ist. Doch was sich schon zwischen Kilometer 4 und 5 gezeigt hat, zog sich auch die nächsten beiden Kilometer weiter. Plötzlich hatte ich Mühe, den Rhythmus hochzuhalten. Vom Kopf her war alles in Ordnung, ich konnte zahlreiche Läufer überholen und wurde nur noch selten überholt. Jedoch hat sich meine Pace in diesen 3 Kilometern auf 05:00 min/km verschlechtert. Ich weiss nicht, ob ich doch eine Wasserstation hätte mitnehmen sollen oder was genau der Grund war. Auf jeden Fall war Zwischen Kilometer 7 und 8 konnte ich dann wieder auf 04:38 hochperformen, bevor dann wieder ein „Einbruch“ auf 04:51 erfolgte. Der letzte Kilometer war angebrochen. Jetzt heisst es, auf die Zähne beissen und durchziehen.

Schlussendlich erreichte ich das Ziel mit einer offziellen Zielzeit von 48:06.

Einen Negativsplit habe ich um knapp 20 Sekunden verpasst.

Trotzdem reiste ich mit positiven Gefühlen aus Derendingen ab. Einerseits ist mein Formstand ungefähr dort, wo ich den erwartet habe – und das trotz der Hitze. Nun geht es weiter mit dem Feinschliff auf dem Weg nach München.

Das eingefügte Bild zeigt mich, auf den letzten Metern des Laufs. Das Leiden ist nicht nur im Gesicht ersichtlich. Und wieder einmal der Beweis: Am Laufstil und an der Fotogenität muss noch gearbeitet werden.

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