Die ersten Wettkämpfe sind vorüber

Der Start in die Laufsaison 2018 ist bereits 2 Wochen her. Nach dem Reusslauf in Bremgarten am 24. Februar wurde letzten Sonntag der Waldlauf in Bösingen absolviert.

Doch der Reihe nach:

24. Februar 2018: Reusslauf Bremgarten

Die letzten Trainings vor dem Reusslauf konnten nicht wie geplant durchgeführt werden. Einerseits behinderte mich der Weisheitszahn doch mehr als ursprünglich gedacht, andererseits machte mir die eisige Bise einen Strich durch die Rechnung. Aus Angst vor einer Erkältung wollte ich nichts riskieren und beliess es bei kleineren, sanften Einheiten.

Den Lauf teilte ich in drei Abschnitte ein. Abschnitt 1 wollte ich gemächlicher laufen, Abschnitt 2 sollte dann schneller werden, bevor in Abschnitt 3 alles rausgehauen werden soll was noch geht. Ich selber prognostizierte mir eine Zeit zwischen 50  und 52 Minuten. Insgeheim erhoffte ich mir dennoch, auf dem letzten Drittel der Strecke aufdrehen zu können, damit am eine eine unter-50-Minuten-Zeit rausschaut.

Bei Rennhälfte lag ich voll im Plan. Jedoch wusste ich auch um mein aktuelles Problem der Tempo-Standfestigkeit. Auch deshalb konnte ich nicht so beschleunigen wie ich es gerne gewünscht hätte. Das Ziel erreichte ich schlussendlich mit 51:26, also voll im Soll, mit einer Pace von 04:44 min/km. Trotzdem war im Ziel die erste Enttäuschung da. Vorwerfen in Sachen Rennplan und Taktik konnte ich mir nichts. Es lag an diesem Tag schlicht nicht mehr drin.

Einen Blick auf meine Vorjahresergebnisse tröstete mich dann noch ein wenig mehr. Auch da eröffnete ich am letzten Februar-Wochenende meine Laufsaison mit dem 10-km-de Payerne Lauf. Meine damalige Zielzeit war 48:48, was einer Pace von 04:50 min/km entspricht. Eine kleine Steigerung war also doch da. Zumal der Reusslauf auch mehr Höhenmeter beinhaltete. Der Start in die Laufsaison kann also als geglückt betrachtet werden. Trotzdem ist noch Potential nach oben vorhanden – viel Potential.

Mit guten Gefühlen ging es also weiter im Trainingstakt. Meine Tempo-Standfestigkeit sollte sich mit weiteren Intervalltrainings verbessern. Und auch die kleine Runde von 4.3 am Waldlauf Bösingen soll das seinige zu dieser Problembehebung beitragen.

11. März 2018: Waldlauf Bösingen

Es ist der Lauf, der wohl am nächsten zu meiner Haustüre startet. Zum dritten Mal in Serie habe ich mich in die Startliste zur kleinen Runde eintragen lassen. Ich wollte wieder in den Bereich meiner bisherigen Zielzeiten von 19:13 und 18:14 kommen. Habe jedoch auf eine Zeit von unter 18 Minuten geschielt. Doch warum auch immer – ich habe diesem Lauf in der unmittelbaren Vorbereitung viel zu wenig Beachtung geschenkt. Folgende Anfängerfehler sind mir passiert:

  • zu späte Anreise
  • Mangelhafte Vor-Start-Organisation meinerseits
  • Kein Zurechtlegen einer Taktik
  • Den Kurs/Das Profil zuwenig visualisiert

Mit Unterstützung meiner gesamten Familie sind wir nach Bösingen gereist. Die Abreise und demzufolge auch die Ankunft war später als gedacht (Fehler). Den Besuch eines Bankomaten habe ich deshalb schon mal gegen hinten geschoben. Schnellen Schrittes ging es zur Startnummerausgabe. Mit Schrecken musste ich feststellen, dass ich im Vorfeld das Startgeld nicht überwiesen habe (Fehler). Da in meinem Portmonee gähnende Leere herrschte, ging es nun zum Bankomaten. Die Schritte wurden noch schneller. Nachdem ich endlich die Startnummer an das Laufshirt befestigen konnte wollte ich noch eine Banane zu mir nehmen. Doch oh Schreck, durch die Thermosflasche war die eher Brei und Matsch als eine Banane (Fehler). Da ich ansonsten alleine an die Läufe gehe wollte ich diesmal kinderwagenfreundlich packen (Fehler). Kurz und gut, 15 Minuten bis zum Start und bis jetzt verlief nichts nach Plan. Keine idealen Voraussetzungen für ein gutes Rennen.

Ab ging es zu einem leichten Warm-Up und dann zum Einstehen auf die Startlinie. Kurz darauf ertönte schon der Startschuss. Bereits nach wenigen Metern hat sich ein Läufer leicht abgesetzt. Gefolgt von einer 4er-Gruppen, deren Mitglied ich kurzfristig war. Doch ich musste mit Schrecken feststellen, dass ich viel zu schnell gestartet bin (Fehler) und diese Pace wohl keinen Kilometer mehr durchstehen könnte. Also runter vom Gaspedal. Es folgt eine Runde „rund um Fendringen“. Obwohl ich die Strecke kenne bin ich kurz falsch abgebogen und auf einem Bauernhof-Vorplatz gelandet (Fehler). Dieses Malheur kostete nur wenige Sekunden, aber es zeigte sich, dass ich nicht bei der Sache war.

Durch den viel zu schnellen Start musste ich die letzten Kilometer auf die Zähne beissen. 2 Läufer konnten mich in dieser Phase noch überholen. Gegen Ende hin konnte ich noch einige Sekunden zulegen und lief am Ende mit einer Zielzeit von 17:39 ein. Im Klassement belegte ich Rang 7 – wie im Vorjahr. Diesmal jedoch 35 Sekunden schneller.

Von der Zeit her also ein prima Ergebnis. Dass so vieles in der Vorbereitung schief gelaufen ist kann auch als Warnschuss verstanden werden.

Am nächsten Samstag steigt der letzte und zugleich auch der grösste Vorbereitungslauf – der Kerzerslauf. Die Formkurve zeigt aufwärts, die Tempofestigkeit muss zwar noch mehr kommen. Aber dies ist nichts, was sich nicht mehr beheben lässt.

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